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Biologische Zahnheilkunde – Schritte zur Gesundheit

Das Immunsystem ist darauf ausgelegt, Bakterien, Pilze, Viren und andere Mikroorganismen abzuwehren. In den westlichen Ländern / Industrienationen kommt es momentan zu einer Epidemie von chronisch systemischen Erkrankungen

Die Ursachen sind vielfach, die Überreaktivität des angeborenen Immunsystems spielt in dieser Gleichung jedoch eine entscheidende Rolle.

Der bessere Weg

Neben der klassisch handwerklich geprägten Zahnmedizin, werden bei der biologischen Zahnheilkunde zusätzlich alle naturwissenschaftlichen Grundregeln angewandt. Ganz nach dem Motto: „Der Mund als Spiegel für die Gesundheit“ werden die Grundprinzipien der Chemie, Physik und Biochemie genauer unter die Lupe genommen und damit der Zusammenhang zwischen den heute üblichen chronisch entzündlichen Systemerkrankungen und Belastungen, Herden und Störfeldern an/in den Zähnen, den Schleimhäuten und den Kiefern erklärbar gemacht.

Unterschiedliche, teilweise sogar toxische Metalle (Quecksilber/ Amalgam), kommen routinemäßig zum Einsatz, da sie gut funktionieren und haltbar sind. Auch tote, beziehungsweise wurzelbehandelte Zähne sind in der Mundhöhle des durchschnittlichen Erwachsenen Standard. Entzündungen an der Wurzelspitze sind alltäglich – sie werden als harmlos abgetan oder einfach symptomatisch, chirurgisch entfernt. Wenigstens die oralen Mikroorganismen werden in einigen Praxen bereits präventiv durch eine konsequente, prophylaktische Reinigung in Schach gehalten. Da der menschliche Körper und sein starkes Immunsystem relativ viel kompensieren können und die Schulmedizin den Körper nicht als integratives System betrachtet, sondern viel mehr in seinen Einzelteilen, wird der Bezug zwischen Mundhöhle und Symptomen anderorts im Körper so gut wie nie hergestellt.

Schritt für Schritt

Aus unserer engen Zusammenarbeit mit Umweltmedizinern wie Dr. Joachim Mutter, Dr. Harald Banzhaf, Dr. Johannes Naumann, Dr. Dietrich Klinghardt, Prof. Dr. John Ionescu und vielen anderen ist in den letzen Jahren ein sehr konsequentes Behandlungskonzept (Konstanzer Konzept für biologische Zahnmedizin) entstanden.

  1. Entfernung aller Metalle unter Schutzmaßnahmen, bei Amalgam immer unter Mehrfachschutz.
  2. Entfernung aller Entzündungen an den Zähnen und im Kiefer.
  3. Neuraltherapie nach Dr. Wander, Ausleitung nach Dr. Mutter.
  4. Ernährungsberatung, körperliches und mentales Training, orthomolekulare Medizin.
  5. Funktionelle Maßnahmen wie Bisserhöhungen / -verschiebungen, metallfreie Kieferorthopädie.
  6. Metallfreie vollkeramische Implantate zum Ersatz fehlender Zähne falls erforderlich und gewünscht.
  7. Metallfreie Versorgung der Zähne (und Implantate).

 

Sachgerechte Metallentfernung

Der erste Schritt im Rahmen einer systematischen biologischen Zahn- und Kiefersanierung sollte in der Regel die vollständige Entfernung von Metallen. Alle Metalle werden von uns unter Sicherheitsmaßnahmen aus den Zähnen und Kiefern entfernt, damit durch die Entfernung nicht noch höhere Belastungen entstehen, als ohnehin schon vorhanden sind.

Metalle sind keine unlöslichen Verbindungen. Der Speichel im Millieu des Mundraumes ist ein sehr Lösungsmittel. Dadurch entsteht im Mund eine Batterie. Es fließt Strom, den wir messen können. Die Auswirkungen des Stromflusses sind in der Regel auch direkt an den Legierungen im Mund sichtbar: Die Oberflächen der Metalle werden porös

Schutzmaßnahmen, also bei der “einfachen” Metallentfernung das speicheldichte Legen von Kofferdam, sind auch deshalb notwendig, weil wir unter sehr vielen “Goldversorgungen” noch Amalgamfüllungen finden. In diesem Fall werden die Schutzmaßnahmen dann selbstverständlich maximiert.

Leider sehen wir sehr regelmäßig die Folgen von Metalleintfernungen ohne Kofferdam: Versprengte Metallstücke und metallischer Schleifstaub in der Schleimhaut oder den Kieferknochen. In solchen Fällen ist der Versuch einer medikamentösen Ausleitung durch den Umweltmediziner oder Heilpraktiker in der Regel sinnlos. Darüber hinaus verbleibt eine chronische Entzündung mit der bekannten dauerhaften Stressreaktion im Körper bis hin zur vollständigen Erschöpfung.

 

Wurzelkanalbehandlung

Wuzelkanalbehandelte Zähne und Entzündungen

Die chronische Entzündung ist die Epedemie des 21. Jahrhunderts. Neben Metallen im Mund stehen als Auslöser aus dem Fachbereich der Zahnmedizin auch wurzelkanalbehandelte Zähne im Fokus. 

Alleine in Deutschland werden jedes Jahr mindestens 6 Millionen Wurzelkanalbehandlungen an Zähnen begonnen. Weniger als 3 Millionen begonnene Wurzelkanalbehandlungen werden durch eine Wurzelfüllung „erfolgreich“ abgeschlossen.

Wiederholt wurde wissenschaftlich belegt, dass von diesem wurzelgefüllten Zähnen etwa 65 % nicht korrekt abgefüllt sind und sich bei rund 60 % schon röntgenologisch entzündliche Veränderungen im Knochen rund um die Wurzelspitze des betroffenen Zahnes zeigen. Diese Auswertungen basieren auf den bisher üblichen zweidimensionalen Bildern. Seit einigen Jahren können wir dreidimensionale Aufnahmen von Zähnen und Kiefern anfertigen. Es ist wissenschaftlich belegt, dass in vielen Fällen, in denen wir auf dem zweidimensionalen Bild die Entzündung als ausgeheilt deklarieren würden im dreidimensionalen Bild die Entzündung weiterhin sehen können. Die Zahlen aus Deutschland decken sich mit der internationalen Wissenschaft und haben sich in den letzten fast 100 Jahren auch durch den extremen Mehraufwand an Technik (drei die Röntgen, mechanische super flexible Aufbereitungsinstrumente, Mikroskop) nicht verbessert. Im Gegenteil zeigen internationale wissenschaftliche Studien, dass mit der zunehmend perfektionierten Aufbereitung die Häufigkeit von Entzündungen eher zugenommen hat.

Es steht heute fest und ist wissenschaftlich belegt, dass auch perfekte Wurzelkanalfüllungen immunologische Antworten des biologischen Systems Mensch nach sich ziehen. Es verbleibt immer abgestorbenes Gewebe in den wurzelbehandelten Zähnen, das von Bakterien abgebaut wird. Dabei entstehen hochtoxische Verbindungen, die immunologische Reaktionen provozieren.

Schon die Bezeichnung Wurzelkanalbehandlung ist ein Denkfehler bzw. eine Irreführung der Patienten. In den Zähnen finden wir niemals einzelne Kanäle, sondern immer ein komplexes Kanalsystem, das sich, je nach Zahn auf insgesamt ein bis 2 km erstreckt. Es ist also völlig absurd, wenn Zahnärzte versuchen, eine Entzündung, die sich auf Kilometer erstreckt durch die Desinfektion von wenigen Zentimetern zu beherrschen. Das Prinzip der Wurzelkanalbehandlungen an sich ist einer der größten Denkfehler der Zahnmedizin. Kein Chirurg würde auf die Idee kommen, abgestorbenes Gewebe am Körper lediglich zu desinfizieren und ansonsten zu belassen. Dies wäre ein Kunstfehler.

In der Zahnmedizin ist dieses Wissen seit rund 100 Jahren durch die Untersuchungen von Weston Price bekannt. Die Ergebnisse von Price wurden später u.a. durch Hal Huggins bestätigt und bis heute durch die Wissenschaft nicht widerlegt.